Fachkräftemangel in der frühen Bildung in NRW

„Wir müssen im Grundsatz vom Kind aus denken“, ist wohl eine passende Zusammenfassung von der Professorin Dr. Heike Wiembert, die zusammen mit mir, Marlene Seckler, der Katholischen Hochschule NRW, Thorsten Klute, meinem Kollegen Dennis Maelzer und der Professorin Dr. Sonja Damen über den Fachkräftemangel in der frühen Bildung in NRW diskutiert hat. 190 weitere Teilnehmer*innen haben die Veranstaltung via Zoom mitverfolgt.

Es ist allseits bekannt, dass Bildung ein sehr hohes Gut ist und die frühkindliche Bildung nunmal der Grundstein für den Bildungsweg eines jeden Menschen ist. Allerdings kann dieser Grundstein vielleicht bald nicht mehr gelegt werden, da wir in NRW vor einem großen Fachkräftemangel stehen.

„Wir müssen im Grundsatz vom Kind aus denken“ bedeutet auch, dass eine bessere Betreuungsqualität in den Bildungseinrichtungen benötigt wird, Mitarbeiter*innen, die in der Kindererziehung arbeiten mehr wertgeschätzt werden sollen, die Bedürfnisse der Kinder immer im Mittelpunkt stehen sollen und optimale Bedingungen geschaffen werden sollen.

Allen Teilnehmenden war allerdings klar: die schlechtem Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter*innen in der frühkindlichen Bildung müssen sich verbessern – besonders durch bessere Entwicklungsperspektiven, Aufstiegschancen und angemessene Ausbildungsvergütungen. Es werden allerdings auch, und daran wird gearbeitet, dringend weitere Ausbildungskapazitäten benötigt, damit die Nachfrage und auch der tatsächliche Bedarf gedeckt werden kann.