Unsere Familien- und Bildungsoffensive für NRW

Die Aufgabe von Politik – unsere Aufgabe – ist es, die Bedingungen zu schaffen, damit Menschen wachsen können – wie und wohin jede und
jeder Einzelne möchte und kann. Dabei ist Chancengleichheit für alle Kinder und Jugendlichen kein Wunschtraum. Bildungserfolg unabhängig von Herkunft, Familieneinkommen oder körperlichen Beeinträchtigungen ist kein Hirngespinst. Jedes Kind kann werden, was seinen Talenten, Neigungen und Fähigkeiten entspricht. Die Voraussetzung dafür: eine Familien- und Bildungspolitik, die auf Vorbeugung und Befähigung setzt. So können wir die Ursachen von sozialer Ungleichheit an ihrer Wurzel bekämpfen.

Darum fordern wir:

1. ein Zukunftsprogramm „Chancengleichheit“. Dieses beinhaltet den Ausbau von Grundschulen zu Familienzentren, um möglichst
viele Förder- und Hilfsangebote an einem Ort zu vereinen und zu koordinieren. Hierbei stehen vor allem die Stadtteile im Fokus, die
stark von Bildungs- und Einkommensarmut betroffen sind. Außerdem sollen kommunale Bildungslotsinnen und -lotsen Familien begleiten
und individuelle Fördermaßnahmen bündeln. Eine Ganztagsoffensive soll zudem einheitliche Standards für Qualität, Räume und Personal
beinhalten und der Rechtsanspruch auf Betreuung im Ganztag ab 2025 festgeschrieben werden. Nicht zuletzt bedarf es eines umfassenden
Gesetzes für den Kinderschutz.

2. eine Offensive „Respekt und Leistungsgerechtigkeit“, die verbindliche Tarifverträge für alle Bildungsberufe sicherstellt, durch Entfristungen für mehr Sicherheit im Erwerbsleben sorgt und mit gezielten Aus-, Fort- und Weiterbildungsangeboten Aufstiegschancen eröffnet.

3. ein Zukunftsprogramm „Mehr Geld für die Familie“. Dieses Programm beinhaltet die Gebührenfreiheit für Kitas und Offene Ganztagsschulen, ein landesweites kostenfreies Kinder- und Jugendticket sowie die grundsätzliche Lernmittelfreiheit. Mit diesen und weiteren Angeboten entlasten wir Familien finanziell und stellen sicher, dass kein Kind abgehängt wird.

4. ein Zukunftsprogramm „Mehr Zeit für Familie wagen“, das Familien durch die Einführung von Familienarbeitszeitmodellen entlastet: Eltern von Kindern unter zehn Jahren sollen ihre Arbeitszeit bei staatlichem Lohnausgleich um 20 Prozent reduzieren können. Auch das Recht auf Homeoffce zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf und zur Pflege von Angehörigen wollen wir festschreiben.

Wir wollen junge Menschen und Familien stärker in den Fokus rücken – nicht nur in Zeiten der Pandemiebekämpfung. Es geht nicht nur um jede und jeden Einzelnen. Es geht auch um uns alle und gemeinsam. Dazu wollen wir Chancen eröffnen: für den sozialen Aufstieg und damit
auch für den sozialen Fortschritt NRWs.