Interview zu „Fridays for Future“

Was halten Sie persönlich von der „Fridays for Future“-Bewegung?

  • Ich begrüße die Bewegung sehr, weil sie einen von mir geschätzten Anspruch „Wir haben die Erde nur von unseren Kindern geliehen“ deutlich macht.

Wie finden Sie die Rolle der SPD in der bisherigen Klimapolitik?

  • In Nordrhein-Westfalen haben wir in der Regierungszeit von 2010-2017 gemeinsam mit den Grünen ein Klimaschutzgesetz verabschiedet, das heute noch in Kraft ist. Darin haben wir ein klares CO2-Einsparziel formuliert, und Maßnahmen beschlossen, um diese Ziele zu erreichen. Der Bund könnte mehr tun, aber wie es in der GroKo so ist, es gibt dort einige Kompromisse.

Was würden Sie persönlich am Klimapaket der Bundesregierung ändern?

  • Mehr CO2 Einsparung durch ein klares Bekenntnis zu Schienenverkehr und ÖPNV und deren Ausbau, ein gut ausgebautes Radwegenetz, deutlich mehr Anwendung alternativer Energien, aber auch Anreize zur Energieeinsparung und Wasserschutz.

Haben Sie Kritik oder Verbesserungswünsche für die „Fridays for Future“-Bewegung?

  • Ich wünsche mir, dass „Fridays for Future“ sich nicht parteipolitisch vereinnahmen lässt.

Was wünschen Sie sich von der Gesellschaft, um den Klimawandel zu bremsen?

  • Ein Umdenken im persönlichen Bereich, zum Beispiel beim Energie- und Wassersparen, das Auto öfter stehen lassen und zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV unterwegs sein. Das sind für mich wichtige Ansätze wo jeder im Kleinen anfangen kann. Aber auch  klimagerecht einkaufen – muss es jeden Tag Fleisch geben? Sich jeden Tag bewusst machen, das wir die Erde nur geliehen haben und sie mit vielen anderen Menschen, Lebewesen und vor allem der Natur teilen.

 

Mir fällt für den gemeinsamen Kampf gegen den Klimawandel immer wieder dieser Spruch ein: Viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern, können nur gemeinsam das Leben bestehen.