Wohnen bezahlbar machen!

Die laufenden Aktionstage für bezahlbares #Wohnen sind Anlass auf die besondere Situation wohnungsloser #Frauen hinzuweisen. Lange Zeit schien es so, dass Frauen ohne #Wohnung unsichtbar seien und es sie gar nicht geben würde. Und wenn doch, dann höchstens als Frau oder Begleiterin eines wohnungslosen Mannes. Es sind zwar deutlich weniger Frauen als Männer ohne Wohnung oder befinden sich in einer prekären Wohnsituation, aber der Anteil betroffener Frauen steigt ständig. Mittlerweile ist jede dritte der über 32.000 Wohnungslosen in Nordrhein-Westfalen weiblich. Dies hat aktuell eine Studie der #Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe ergeben. Die Situation der Frauen ist bestimmt durch besondere Problemlagen in Gesundheit, Arbeit, soziale und familiäre Situation. Viele wohnungslose Frauen sind psychisch krank, haben körperliche Beeinträchtigungen durch Sucht, erfahren Trennung, Gewalt und Ausgrenzung.
Die besondere Problemlage wohnungsloser Frauen, ganz besonders wenn auch #Kinder betroffen sind, erfordert in diesem Bereich ein besonderes #Hilfeangebot. Betroffene Frauen müssen– auf Wunsch auch anonym – #Unterstützung erhalten. Dazu bedarf es eines flächendeckenden Netzes von #Beratungsstellen mit Angeboten für wohnungslose Frauen. Solche Beratungsstellen müssen niedrigschwellig erreichbar sein, mit qualifizierten Mitarbeiterinnen besetzt und auskömmlich finanziert sein. In NRW gibt es zwar spezielle Angebote für Wohnungslose Frauen, diese finden sich allerdings nur in den größeren Städten. Deshalb ist es endlich an der Zeit, ein entsprechend flächendeckendes Angebot auszubauen.
Das heißt: die Landesregierung ist gefordert, ein flächendeckendes Angebot von räumlich getrennten Beratungsstellen aufzubauen, in denen z. B. Waschräume speziell für Frauen vorhanden sind, Frauen als Beraterinnen arbeiten und Angebote für einen Aufenthalt gemacht werden können.
Mit dem Bündnis für Wohnen setzen wir uns dafür ein, dass jährlich mindestens 20.000 öffentlich geförderte Wohnungen gebaut werden. Damit verbunden ist die Hoffnung, den Anstieg der Wohnungslosigkeit zu stoppen und insbesondere die Situation wohnungsloser Frauen und oft auch deren Kinder in bessere Bahnen zu lenken.