Equal Pay Day – Gleicher Lohn für Gleiche Arbeit

Der 18. März 2019 steht symbolisch für das Datum im Laufe eines Jahres, bis zu dem Frauen in Deutschland unbezahlt arbeiten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Berechnung, die besagt, dass Frauen im Schnitt 21 Prozent weniger verdienen als Männer. Das entspricht 77 Tagen ohne Lohn für gleiche Arbeit. Selbst wenn man nicht diese unbereinigte Verdienstlücke, sondern die bereinigte Verdienstlücke anschaut, verdienen Frauen 6 Prozent weniger als Männer.

Deutschland gehört damit bei der Entgeltgleichheit zu den Schlusslichtern in Europa. Europaweit verdienen Frauen im Durchschnitt 16 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Nur in der Tschechischen Republik und in Estland sind die Unterschiede größer. Die Folgen einer solchen ungerechten Entlohnung münden in vermehrter Altersarmut bei Frauen. Denn kleine Einkommen bedeuten eine kleine Rente.

Damit muss jetzt endlich Schluss sein. Wir fordern die Landesregierung mit unserem Antrag „Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit“ (Drucksache 17/5373) daher im nächsten Plenum dazu auf, eine Bundesratsinitiative zu starten, um die Lohn- und Rentenlücke von Frauen durch Vereinbarung verbindlicher Ziele auf EU-Ebene und durch ein EU-weites Lohngerechtigkeitsgesetz zu schließen. Das Prinzip des gleichen Lohns für die gleiche und gleichwertige Arbeit muss auch zwischen den Geschlechtern gelten und europaweit durchgesetzt werden.

Die NRW-Landesregierung hat derzeit den Vorsitz der Europa-Ministerkonferenz inne. Sie ist gut beraten, sich auch in diesem Rahmen für mehr Lohngerechtigkeit in Europa einzusetzen.