Internationaler Frauentag 2019

Der internationale Frauentag entstand in der Zeit vor dem 1. Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Frauenwahlrecht. Erst seit 1977 wird dieser Feiertag offiziell als UNO-Feiertag begangen, doch der 8. März wurde schon lange davor immer als mahnendes Datum genutzt. Die bloße Existenz dieses Tages ist eine Aufgabe, für mehr Gleichberechtigung einzutreten.

Regina Kopp-Herr, Vorsitzende des Ausschusses für Frauen und Gleichstellung im Landtag Nordrhein-Westfalen „Männer und Frauen sind gleichberechtigt. So lautet Artikel 3, Abs. 2 unseres Grundgesetzes. Dass dieser Satz da steht, verdanken wir einer Frau, einer Sozialdemokratin. Elisabeth Selbert hat 1949 mit diesen 5 Wörtern die Welt der neuen Bundesrepublik verändert. Und sie hat sie gegen viel Widerstand verteidigt.

Der heutige Frauentag ist ein guter Anlass darauf zurückzuschauen, was wir alles angestoßen und durchgesetzt haben. Und er ist eine gute Gelegenheit, nach vorne zu schauen: Was wollen wir erreichen?

Meine Forderungen sind:

  1. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – In Deutschland verdienen Frauen für dieselbe Arbeit immer noch rund 21% (unbereinigte Lohnlücke) weniger als Männer
  2. Wir brauchen Parität in den Parlamenten – Im nordrhein-westfälischen Landtag sind insgesamt nur 27,6% der Abgeordneten Frauen
  3. Die Abschaffung des §219a StGB – Keine Frau entscheidet leichtsinnig über die Abtreibung eines Ungeborenen, sie müssen sich darüber informieren dürfen

Die wichtigste Forderung ist die gleiche Verteilung der Geschlechter in den Parlamenten. Deshalb wollen wir mehr Frauen als Abgeordnete, von der Kommune bis Europa. Darum geht es. Im Europäischen Parlament und in der Europäischen Kommission, im Bundestag, in den Landtagen, in den kommunalen Vertretungen. Wir nehmen uns ein Beispiel an unseren Brandenburger Genossinnen und Genossen, die gerade ein Parité-Gesetz durchgesetzt haben.“