„Politik ist keine Einbahnstraße“ – Diskussion im Gymnasium Brackwede

Regina Kopp-Herr besuchte am 13. Februar das Brackweder Gymnasium. Die Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs hatten die Möglichkeit ihre Fragen zu stellen. Im Mittelpunkt der Diskussion stand neben der Digitalisierung von Schulen, auch die Präsenz der Politik in den sozialen Netzwerken und die politische Partizipation der Jugendlichen.

Der Austausch mit den Schülerinnen und Schülern liegt mir besonders am Herzen, da die Jugendlichen in einem Alter sind, indem sie noch nicht wählen dürfen, aber trotzdem gehört werden müssen. Die Schulbesuche geben uns die Möglichkeit mit den Jugendlichen in eine Diskussion zu kommen. Neben den Fragen, die mir gestellt wurden, habe ich die Gelegenheit genutzt und die Schülerinnen und Schüler nach ihren Wünschen von der Politik gefragt.

Dabei hat sich herausgestellt, dass die Jugendlichen sich mehr Aufklärung über Parteien wünschen. Die Parteien müssten besser dargestellt werden, vor allem durch Werbung auf Social-Media-Kanälen. Die Jugendlichen haben viel Interesse gezeigt und ich freue mich, dass mehr Veranstaltungen dieser Art an Schulen, ggf. mit mehreren Parteien, gewünscht sind.

Die Schülerinnen und Schüler haben sich neben der Digitalisierung auch für meine Meinung zum Thema „Fridays for Future“ interessiert. Bei dem Thema „Fridays for Future“ handelt es sich um Schülerinnen und Schüler, die weltweit für den Klimaschutz streiken. Vorbild für diese Klimastreiks ist Greta Thunberg. Die 16-jährige Schwedin bestreikt seit Monaten freitags die Schule, um für den Klimaschutz zu kämpfen. Weltweit haben sich ihr Tausende Schülerinnen und Schüler angeschlossen und demonstrieren unter dem Motto „Fridays for Future“ vor den Parlamenten, statt in die Schule zu gehen. Ich finde es gut, dass sich die Jugendlichen bei einem so wichtigen Thema engagieren. Wir müssen ihre Sorgen ernst nehmen und in der Politik stärker auf ihre Wünsche eingehen. Das Thema könnte so auch in den Schulunterricht eingebaut werden.

Vor allem möchte ich durch solche Schulbesuche den Jugendlichen ans Herz legen, sich für Politik zu interessieren und mitzumachen. Dialoge sind wichtig, denn „Politik ist keine Einbahnstraße“. Die Stimmen der jungen Menschen müssen gehört werden. Gleichzeitig sollen sie auch Mut haben sich einzumischen und zum Beispiel in Jugendverbände oder Parteien eintreten.

Die Jugendlichen sind der Meinung, dass es viel zu wenig Werbung gibt für z.B. Jugendverbände. Hier muss vor allem an der Social Media Präsenz gearbeitet werden. Allerdings können die Jugendlichen Kontakt mit den jeweiligen Parteien oder Verbänden aufnehmen und sich Informationen holen. Jugendliche können viel erreichen, sie müssen Mut zeigen und sich beteiligen. Wir haben immer ein offenes Ohr für neue Ideen! Vor allem möchte ich Frauen dazu ermutigen, sich mehr an der Politik zu beteiligen. Wir haben immer noch viel zu wenig Frauen in der Politik.