Aufklärung und Solidarität sind immer noch das beste Mittel gegen HIV

Am heutigen Welt-Aids-Tag werben wir unter dem Motto „positiv zusammen leben“ für mehr Toleranz im Alltag gegenüber den 88.400 Menschen, die in Deutschland mit einer HIV-Infektion leben. Noch immer erleben viele Betroffene Verunsicherung, bis hin zur Ausgrenzung durch ihr Umfeld, wenn sie sich für einen offenen Umgang mit HIV-Status entscheiden. HIV ist zwar noch immer nicht heilbar, aber zumindest behandelbar, so dass ein weitestgehend normales Leben möglich ist. HIV-positive Menschen können regulär am Berufsalltag und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, ohne durch gesundheitliche Bedingungen zu sehr eingeschränkt zu sein.
Weltweit sind fast 37 Millionen Menschen mit dem HIVirus infiziert und nur etwas mehr als die Hälfte von ihnen hat Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten. Im Jahr 2016 waren 1,8 Millionen Neuansteckungen zu verzeichnen, davon ein großer Teil in den Lebensräumen südlich der Sahara. Doch auch in Deutschland ist die Zahl der Neuansteckungen in den letzten Jahren auf einem konstanten Niveau. Trotz großer Fortschritte in der Behandlung, nimmt die Krankheit bei Ausbruch nach wie vor einen oft tödlichen Verlauf. Eine präventive Aufklärung ist und bleibt das beste Mittel einer Ansteckung vorzubeugen. Es ist eine gesellschaftliche Aufgabe Betroffenen und Menschen aus Risikogruppen solidarisch zu begegnen, um damit ein offener und verantwortungsbewusster Umgang mit dem Thema auf allen Seiten entsteht.
In der SPD setzen wir uns seit langem für Respekt und Solidarität gegenüber von HIV-Positiven ein. Wir möchten allen Menschen ihr Recht auf Teilhabe aktiv leben können und nicht aufgrund einer Infektion oder Erkrankung Ausgrenzung erfahren. Vor allem mit der Aids-Hilfe in NRW und Bielefeld arbeite ich oft und gern zusammen, um die wichtige Aufklärung und Beratung weiter zu fördern.