Das neue Ortsgespräch der SPD Sennestadt ist da

Frank-Walter Steinmeier, regina Kopp-Herr und Hannelore Junge

Die fleißigen Genossen aus Sennestadt haben das neue Ortsgespräch ins Wahlkreisbüro geliefert, es enthält einen Artikel, den ich gerne teilen möchte:

 

Liebe Leserinnen und Leser des Ortsgesprächs,

ein siebeneinhalb Jahre altes Foto im Ortsgespräch — was soll das?

Das Foto erzählt eine Geschichte, die ich mit Ihnen teilen möchte. Es entstand im November 2009 anlässlich des Bundesparteitages der SPD in Dresden. Dorthin waren wir, eine Gruppe engagierter Genossinnen der Bielefelder Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) gereist. Wir hatten uns um den Dröscher Preis beworben, der 2009 unter anderem in der Kategorie „die SPD als Geschichts- und Zukunftswerkstatt“ ausgeschrieben war.

Unser Thema war das Frauenwahlrecht, das 1919 in Deutschland erstmals ausgeübt wurde, und 2009 den 90. Geburtstag feierte – ein Recht, für das Frauen lange gekämpft hatten. Wir hatten uns bereits 2008 damit beschäftigt, wie wir als Bielefelder AsF diesen Tag heraus stellen wollten. Mit Musik, Tanz, Texten und einer guten, selbst geschriebenen Moderation (von Hanne Junge und mir) hatten wir ein 60 minütiges Programm erarbeitet.

Wir kamen in die engere Wahl und fuhren nach Dresden, wo wir während des Parteitages Auszüge unseres Programms darstellen konnten. An dem dazu gehörigen Infostand hatten wir unser Programm mit Bildern und Texten entlang eines Zeitstrahls ergänzt. Dort Führten wir die Gespräche mit vielen Genossinnen und Genossen und eben auch mit Dr. Frank-Walter Steinmeier, damals Fraktionsvorsitzender der SPD Bundestagsfraktion. Neben ihm sind auf dem Bild zu sehen: Hannelore Junge, die blonden Haare am rechten Bildrand gehören unserer ersten Bürgermeistern Karin Schrader und ich bin links zu sehen. Damals war ich frisch gekürte Landtagskandidatin für den Wahlkreis 93.

2010 wurde ich dann in den Landtag gewählt. Gleich zu Beginn meiner Legislaturperiode durfte ich zur Bundespräsidentenwahl fahren. Der damals gewählte Bundespräsident, Christian Wulff blieb zwei Jahre im Amt. 2012, unmittelbar nach Auflösung des Landtags, traf die Bundesversammlung erneut zusammen, da Wulff zurück getreten war. Ich durfte zum zweiten Mal Mitglied der Bundesversammlung sein. Gleich im ersten Wahlgang wurde Joachim Gauck als 11. Bundespräsident gewählt. Kurz vor Ende seiner Amtszeit erklärt er, kein zweites Mal kandidieren zu wollen. Ich habe nicht zu hoffen gewagt, tatsächlich ein drittes Mal mitwählen zu können, aber ich durfte als Mitglied der Bundesversammlung dann Frank-Walter Steinmeier mit wählen. Hier schwingt auch ein bisschen Stolz mit, dass alle drei Bundespräsidenten der SPD aus NRW kamen und dieses Mal sogar aus unserem schönen OWL.

Ein wenig schließt sich hier der Kreis. Frank-Walter Steinmeier wurde mit großer Mehrheit zum 12. Bundespräsidenten gewählt. Alle drei Versammlungen waren besondere Tage meiner politischen Tätigkeit. Sie verdeutlichten mir, dass es zur Demokratie keine Alternative gibt.

Damit komme ich auf die anstehende Landtagswahl zu sprechen: Für uns ist klar, eine gerechte und solidarische Gesellschaft schaffen wir nur gemeinsam. Rechtspopulistischen Parteien wie der AFD wollen wir eine Absage erteilen. Mit ihrer antidemokratischen Hetze, Populismus und Hass spalten sie die Gesellschaft. Das ist für eine positive Entwicklung unseres Landes nicht hilfreich.
Deshalb meine Bitte: Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch! Wählen Sie die Demokratie! Ich zähle auf Sie, damit ich meine Politik nach dem 14. Mai im Landtag von NRW fortsetzen kann.

 

Herzlichst,

Ihre Regina Kopp-Herr

 

P.S.: Beim Dröscher Preis haben wir einen von 5 dritten Plätzen belegt.