Stärkere Förderung von Migrationsberatungsstellen

Die erhöhten Zugänge von Flüchtlingen nach Deutschland stellen auch die Träger der Integrationsarbeit vor neue Herausforderungen. Um über den gestiegenen Bedarf zu besprechen und Lösungen auszuloten, trafen sich die beiden Landtagsabgeordneten Regina Kopp-Herr und Georg Fortmeier am Donnerstag den 29.10.2016 mit Vertreterinnen der Wohlfahrtsverbände, die die Integrationsarbeit in Bielefeld hauptamtlich leisten. Die Stadt selbst reagierte bereits 2015 mit schnellen Maßnahmen zur Unterbringung und Verpflegung der ankommenden Geflohenen und konnte im Hinblick auf die Erstversorgung eine überdurchschnittlich positive Bilanz verzeichnen. Die Eingliederung von anerkannten Flüchtlingen oder aber jenen mit Bleibeperspektive, aber auch von Migranten aus dem EU-Ausland und darüber hinaus ist eine der vorrangigen gesellschaftlichen Aufgaben, welche zu einem erheblichen Teil über die Wohlfahrtsverbände geleistet wird. So berichtet Tatjana Trembatsch vom Deutschen Roten Kreuz, dass die qualitativ hochwertige Einzelfallbetreuung bei der hohen Anzahl kaum aufrecht zu erhalten sei. Von 150 Fällen im Jahr 2011, sei der Bedarf inzwischen auf 250 Fälle gestiegen – und das allein im ersten Halbjahr 2016. Die Vertreterinnen und Vertreter vom DRK, der AWO und anderen Verbänden wünschten sich daher mehr Hilfe und Unterstützung aus der Bundespolitik und ein größeres Mitspracherecht bei der Erarbeitung von Konzepten. Regina Kopp-Herr und Georg Fortmeier sicherten der Runde ihre Hilfe bei der Aufnahme von Gesprächen und der Vermittlung der Anliegen in die Bundestagsfraktion zu. Gleichzeitig verwiesen sie auch noch einmal auf den 2016 vom Landtag verabschiedeten Integrationsplan NRW, in dem konkrete Maßnahmen zur Hilfe für geflohene Menschen festgeschrieben sind. So umfassen die insgesamt fünf Handlungsfelder beispielsweise Sprachförderung, Bildung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen sowie die berufliche Weiterqualifizierung von Erwachsenen. Aber auch die Integration in ein soziales Umfeld, durch die Schaffung von Wohnraum ist ein wichtiger Bestandteil der Planungen. Regina Kopp-Herr bekräftigt die Wohlfahrtsverbände in ihrem Anliegen und sieht einer weiteren Zusammenarbeit entgegen: „Ich denke, dass beide Seiten von einem Austausch profitieren, gerade was die Planung und konkrete praktische Umsetzung angeht. Natürlich wollen auch wir uns für eine stärkere Förderung der Integrationsarbeit stark machen und sehe in diesem Zusammenhang den Landesintegrationsplan als ein wichtiges Mittel, um dieses gemeinsame Ziel zu erreichen.“