Körperliche und seelische Unversehrtheit ist ein Menschenrecht

Die Besucherinnengruppe „Frauen entdecken ihre Stadt“ der Volkshochschule Bielefeld, die Regina Kopp-Herr am 21.04.2016 im nordrhein-westfälischen Landtag empfing, erlebte eine Art Premiere. So waren die Teilnehmerinnen die erste Gruppe von Gästen, die die Bielefelder Landtagsabgeordnete während ihrer sechsjährigen Parlamentszugehörigkeit bei einer Rede im Plenarsaal erleben konnte.
Regina Kopp-Herr stellte den gemeinsamen Antrag „Genitalverstümmlung ist eine Menschrechtsverletzung – der Verletzung von Körpern und Seelen von Mädchen und Frauen entgegentreten“ der SPD, der Grünen und der Piraten vor. Kern des Antrags ist es die Strukturen bei Aufklärung und Präventionen beim Thema Genitalverstümmlung zu stärken und betroffene Frauen zu unterstützen, die in Deutschland und NRW leben. Weltweit gibt es rund 150 Millionen Beschneidungsopfer, die oftmals ein Leben lang unter dem Eingriff in die körperliche und seelische Gesundheit leiden.
Hier sieht der Antrag unter anderem auch die Schulung und den Ausbau psychosozialer Beratung vor. Ebenso sollen Polizei, Justiz und pädagogisches Personal stärker für den Themenbereich sensibilisiert werden. Die Maßnahmen wurden gemeinsam mit dem ‚Runden Tisch gegen Beschneidung NRW’ abgestimmt, der den ersten Arbeitskreis auf Landesebene zu diesem Thema bildet.
Die Rede in der Plenarsitzung boten der Besucherinnengruppe und Regina Kopp-Herr Anlass zu einer anschließenden Diskussion, in der noch einmal ausführliche auf das Thema Genitalverstümmlung und die persönlichen Folgen für betroffene Frauen eingegangen wurde.
Nach einem sonnigen und informativen Frühlingstag mit Altstadtführung und Landtagsbesuch zeigte sich die Frauengruppe sehr zufrieden.