„Kinder willkommen!“

Regina Kopp-Herr

„Kinder willkommen!“ heißt das Motto zum diesjährigen Weltkindertages. 1954 in Deutschland eingeführt, um den Schutz und die Rechte von Kindern in das öffentliche Bewusstsein zu rücken, steht der Gedenktag erneut unter dem Zeichen eines aktuellen gesellschaftlichen Themas: Der Zuwanderung von geflohenen, schutzbedürftigen Menschen unter denen sich auch viele Kinder befinden.

Die meisten dieser Kinder haben eine schwere Vergangenheit hinter sich – Flucht, Kriegserlebnissen und traurige Familienschicksale prägen ihre junge Geschichte. Einige haben sich sogar allein auf den Weg gemacht, manche wurden unterwegs von der Familie getrennt. Ein berühmt gewordenes Bild eines ertrunkenen Jungen am Strand vom türkischen Bodrum machte vor kurzem die Runde in der Weltpresse und steht sinnbildlich für die Tragik vieler Kinderschicksale.

Ein Symbol gewordenes Ereignis das schockiert, betroffen macht, Hilfsbereitschaft weckt. Ein Anliegen, das letztlich auch mit dem Weltkindertag erreicht werden soll. Seit nunmehr über 60 Jahren erinnert er an das Ziel der Weltgemeinschaft Kinderrechte zu schützen und trägt politische Themen wie die von UNICEF und deutschem Kinderhilfswerk geforderte Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz in die Öffentlichkeit.

So bleibt stets in Erinnerung, dass es viel zu tun gibt, um kein Kind in unserer Gesellschaft zurückzulassen – unabhängig davon ob es hier geboren wurde.