„Neue Gesundheitskarte für Flüchtlinge erleichtert den Arztbesuch und senkt den Verwaltungsaufwand“

Als erstes Flächenland führt Nordrhein-Westfalen die Gesundheitskarte für Flüchtlinge ein. Auf diese Weise wird nicht nur der Arztbesuch und somit eine angemessene Gesundheitsversorgung gewährleistet, sondern auch der Verwaltungsaufwand reduziert. Das Nordrhein-Westfälische Gesundheitsministerium und die Krankenkassen haben eine entsprechende Rahmenvereinbarung unterzeichnet. "Endlich können Flüchtlinge ohne Umweg einen Arzt aufsuchen – ein ganz wichtiger Meilenstein", so Regina Kopp-Herr.

"Die derzeitige Regelung schreibt vor, dass die Kommune für jeden Arztbesuch einen Schein ausstellen muss. So werden mitunter dringende Behandlung verzögert. Auch bleibt die Krankheitsgeschichte dann dort wo sie hingehört: Im Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patienten." Erfahrungen aus Bremen und Hamburg, wo die Gesundheitskarte schon vor einiger Zeit eingeführt wurde, zeigen außerdem, dass mit ihr eine Entlastung der Kommunen einhergeht. "Den Kommunen wird so ein erheblicher Aufwand erspart."