Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

"Gleichberechtigung“ ist das Schlagwort, um dass sich am 5. Mai alles dreht: Beim europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung wird bundesweit mit Aktionen auf den Unterschied zwischen Anspruch und Realität hingewiesen.

Seit der Einführung des Aktionstages hat sich bereits viel bewegt: Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist 2008 in Kraft getreten. Auf europäischer Ebene wurden Antidiskriminierungsbestimmungen in die amsterdamer Verträge aufgenommen und auch in Deutschland wurde ein Gleichstellungsgesetz beschlossen.

In der Lebenswirklichkeit ist dies aber bislang nur bedingt angekommen: Zwar hat es schon viele Verbesserungen beispielsweise in öffentlichen Einrichtungen gegeben, so dass Menschen mit Behinderungen seltener auf Barrieren stoßen, es bleibt aber nach wie vor viel zu tun.

Aus diesem Grund halten Organisationen und Verbände der Behindertenhilfe und -selbsthilfe seit nunmehr 23 Jahren Podiumsdiskussionen, Demonstrationen und viele weitere Veranstaltungen und Aktionen ab. Auch in Bielefeld kommt es dieses Jahr wieder zu einem Marsch durch die Innenstadt und einer Kundgebung am alten Markt.

Dem unermüdlichen Einsatz dieser Menschen ist es zu verdanken, dass das Thema in die Öffentlichkeit getragen wird und die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient.

Ihre
Regina Kopp-Herr