Miriam Faßbender: „2850 Kilometer“ – Mohamed, Jerry und ich unterwegs in Afrika.

Veranstaltungshinweis:

Gefangen in der Warteschleife vor Europa – das ist das Schicksal tausender junger Afrikaner, die sich jedes Jahr auf den Weg zu uns machen. Miriam Faßbender hat zwei junge Männer auf diesem Weg begleitet, sie hat unter Flüchtenden gelebt und ihren Alltag kennengelernt: das Leben in den Ghettos, willkürliche Polizeirazzien, die Suche nach Essen und nach schlecht bezahlten Jobs, um die Weiterreise zu finanzieren.

Miriam Faßbender hat ein Privileg: Sie kann sich jederzeit in ein Flugzeug setzen und Not und Entbehrungen in der Peripherie Afrikas hinter sich lassen. Geflüchtete haben diese Wahlmöglichkeit nicht. Sie befragt Flüchtlinge zu ihrem Leben, das geprägt ist von Entbehrungen und Hoffnung, Flucht und Stillstand; sie berichtet vom Leben auf der Flucht und vom Überleben in der Fremde und in sogenannten Auffanglagern. Und sie erzählt von ihren Erfahrungen als Europäerin unter afrikanischen Flüchtlingen, als Privilegierte unter Menschen, die ihre Freiheiten nicht haben – Erfahrungen, die so persönlich wie erschreckend, so anrührend wie brenzlig, so mutmachend wie niederschmetternd sind.

Miriam Faßbender ist Kamerafrau und Regisseurin. 2005 machte sie ihren Abschluss an der Filmhochschule FAMU in Prag. »Fremd« war ihr erster abendfüllender Dokumentarfilm auf der Berlinale 2014, der für den deutschen Filmpreis vornominiert wurde. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Miriam Faßbender, 2850 Kilometer, Westend Verlag, 16,99 €

In der Zeit vom 21. 4.– 30. 4. 2015 wird eine Ausstellung
zum Thema Flucht in der Süsterkirche gezeigt

(organisiert von der Stiftung Schwarz-Rot-Bunt des IB)
geöffnet täglich 15 – 18 Uhr.

Buchladen Eulenspiegel
20.00 Uhr
Eintritt: 8,–/6,– €