Spendenaufruf für das Heinrich-Hansen-Haus

Das Heinrich-Hansen-Haus in Lage-Hörste
Das Heinrich-Hansen-Haus in Lage-Hörste

Liebe Bielefelderinnen und Bielefelder,

in den vergangenen Tagen erreichte uns ein Aufruf mit der Bitte um Unterstützung vom Heinrich-Hansen-Haus. Die Gewerkschaftliche Bildungsstätte hat einen Sanierungsbedarf und ist auf Spendengelder angewiesen. Damit das Haus und sein vielfältiges Angebot erhalten bleiben kann, unterstütze ich den Anruf gerne. Jede Spende ist wichtig und willkommen!

Der Aufruf im Wortlaut:

"Es geht um die Zukunft der gewerkschaftlichen Bildungsstätte "Heinrich-Hansen-Haus" in Lage-Hörste.
Die Bildungsstätte hat einen hohen Investitionsbedarf, die Bundesverwaltung spricht von mindestens drei Millionen Euro. Der Gewerkschaftsrat, das höchste ver.di-Gremium, will das Geld dafür nicht zur Verfügung stellen. Deshalb soll das Haus Ende 2015 geschlossen werden. Sein Erhalt ist mir aber ein persönliches Anliegen.

Und es gibt gute Chancen, dass uns das gelingt. Denn der Gewerkschaftsrat hat uns eine Tür geöffnet. Wenn wir zu seiner nächsten Sitzung ab 10. Mai ein tragfähiges Konzept für die Fortführung vorlegen, wird das Heinrich-Hansen-Haus saniert werden. Wir – das sind ver.di-Mitglieder, Beschäftigte, Referenten, Freunde und Unterstützer, die bereits an zahlreichen Bausteinen zur Rettung des Hauses arbeiten. Wir sind damit auf einem guten Weg. Ein Baustein ist die Einwerbung von Spenden.

Deshalb bitte ich euch, uns zu unterstützen. Ich bitte Euch eine/einer von vielen zu sein. Wie viele wir bereits sind, könnt Ihr auf der Internetseite www.wir-retten-hoerste.de sehen. Selbst eine kleine Spende hat für uns eine große Bedeutung. Deshalb klicke unseren Aufruf bitte nicht einfach weg.

Vor allem, weil wir gute Gründe haben, das Heinrich-Hansen-Haus erhalten zu wollen. Denn dieses Haus hat viele Geschichten zu erzählen.

– Etwa die Geschichte von Gewerkschaftern, die nach Zweitem Weltkrieg und Nazi-Faschismus das Ideal von Bildung, Teilhabe und Mitbestimmung verwirklichen wollten. Ihr Ideal war nie egoistisch, sondern immer sozial: Alle Menschen sollten und sollen profitieren.

– Deshalb gibt es auch eine Geschichte, die von großem Gemeinsinn erzählt: Gewerkschaftsmitglieder haben das Heinrich-Hansen-Haus 1954 in Eigenleistung errichtet. Mit Schippe und Schubkarre trugen sie das Erdreich ab und setzten anschließend mit eigenen Händen Stein auf Stein. Unzählige Arbeitsstunden waren sie im Einsatz. An ihren Gemeinsinn wollen wir mit unserer Aktion anknüpfen.

– Eine weitere Geschichte ist die von Betriebs- und Personalräte, Gewerkschaftern und sozial Engagierten, die sich im Heinrich-Hansen-Haus die Fähigkeiten für ihr gesellschaftspolitisches Engagement verschafften und verschaffen. Tausende haben in Lage-Hörste die Grundlagen für ihre sozial- und gewerkschaftspolitische Selbstbestimmung, für ihre betriebliche Beteiligung und damit für ihr gesellschaftliches Engagement erhalten. Nicht selten gingen sie bedrückt von scheinbar ausweglosen Situationen in ihre Seminare hinein – und nach einer Woche aufrecht und selbstbewusst wieder hinaus. Darunter waren nach der Wiedervereinigung auch Tausende aus den Bundesländern im Osten.

– Eine andere Geschichte erzählen diejenigen, die in den vergangenen Jahre im Heinrich-Hansen-Haus ihre Kreativität und Energie bündelten, um anstehenden Tarifauseinandersetzungen vorzubereiten. Sie fanden dort Räume und Material zur Vorbereitung der Aktionen vor und wuchsen beim Machen zu einem Team zusammen. Viele Betriebsräte haben sich auf diesem Weg vernetzt.

– Geschichten haben auch die 25 Mitarbeiter zu erzählen, etwa die von ihrem Teamgeist und Engagement. Das führte unter anderem zu einer Auszeichnung der Küche, die – nun nachweisbar – der eines Vier-Sterne-Hotels entspricht. Trotzdem haben nur wenige der Beschäftigten eine Chance, in einer anderen gewerkschaftlichen Bildungsstätte eine Anschluss-Beschäftigung zu erhalten, falls das Haus Ende des Jahres schließen muss.

– Journalisten kennen andere Geschichten, zum Beispiel die von den Medienpolitischen Tagungen. Mit ihren Referenten – darunter Wistleblower, Datenschutzexperten und Internet-Ermittler – gehören sie zum Besten, was in Deutschland in diesem Bereich angeboten wird. Denn sie ermöglichen Medienschaffenden ein tiefgreifendes Verständnis zu wichtigen Aspekten ihres Berufs.

– Kunstschaffende und Jugendliche erzählen hingegen von innerer Klarheit, die sie im Heinrich-Hansen-Haus gewonnen haben, von Möglichkeiten des Ausdrucks, die sich ihnen plötzlich eröffneten. Was die Einrichtung für Kunstschaffende leistet, zeigen allein schon die Kunstobjekte auf dem Außengelände des Hauses.

Bitte unterstützt dieses Anliegen! Bitte spendet für den Erhalt unserer Bildungsstätte. Schon wenige Euro helfen uns weiter, nicht nur weil Ihr damit einen Beitrag zur Gesamtsumme leistet, sondern auch, weil Ihr damit eine/einer von vielen seid – und wenn viele ein Signal setzen, kann der Gewerkschaftsrat das nicht ignorieren.

Mehr Informationen und die Bankverbindung findet Ihr auf der Kampagnen-Seite www.wir-retten-hoerste.de und der Internet-Seite des Hauses www.imk.verdi.de. Spenden könnt Ihr auch über PayPal an ed.etsreoh-netter-riwnull@ofni. Wenn Ihr nicht möchtet, dass Euer Name in der Spendenliste aufgeführt wird, gebt das bitte bei der Überweisung an. Sollte uns die Rettung des Hauses nicht gelingen, wird Eure Einzahlung abzüglich der Bankgebühren für die Überweisung an Euch zurück überwiesen.

Vielen Dank für Eure Unterstützung und herzliche Grüße

Frank Bell"