Latenter Rassismus in der Mitte der Gesellschaft

Landtagskandidatin im Bielefelder Wahlkreis 92 Regina Kopp-Herr
Eine klare Gegenposition zum Rassismus

Rassismus ist etwas, dem ich schon immer entschieden entgegen trete, denn ich wünsche mir eine tolerante, vielfältige und offene Gesellschaft. Heute ist der UN-Tag gegen Rassismus und ich möchte die Gelegenheit nutzen für eine Gesellschaft des miteinander zu werben.

Denn Rassismus ist nicht etwas, dass sich nur in extremen Taten wie der NSU-Mordserie oder offener Gewalt gegen Angehörige eines anderen Kulturkreises oder einer anderen Religion äußert. Diese stellen nur die Spitze des Eisberges da.

Rassismus ist leider für viele Menschen latenter Bestandteil ihres Lebens. Tagtäglich sind sie in Alltagssituationen rassistischer Diskriminierung ausgesetzt.

Gerade der latente Rassismus im Alltag hat heute nicht mehr unbedingt etwas mit der Rassenlehre der Nationalsozialisten zu tun. Viel mehr geht es um die Einstufung, bzw. Herabstufung, von vermeintlich verschiedenwertigen Kulturen und Religionen.
Ein großes Problem der letzten Jahre ist es, dass rassistische Einstellungen und Ressentiments gegen Minderheiten wachsen und immer gesellschaftsfähiger werden. So wurden zum Beispiel des Öfteren Parolen aus extremistischen rechten Gruppierungen von etablierten Parteien aufgegriffen und so in die Mitte der Gesellschaft getragen.

Deshalb ist es in meinen Augen wichtig, das unsere Kinder von klein auf demokratische Grundrechte erleben.

Was sich staatstragend anhört, entspringt einem einfachen Hintergedanken. Wer früh lernt schon an kleinen Entscheidungsprozessen beteiligt zu sein und mitzuwirken, für seine Entscheidungen dann auch einzustehen.
Wer von klein auf lernt, welche Rechte er hat, wird schon in jungen Jahren zu einem aufgeklärten Menschen erzogen. Ein Aufgeklärter Mensch sein heißt, wissen welche Möglichkeiten man hat.

Wissen und ein gefestigtes Bewusstsein der eigenen Position sind es, die die Angst vor dem Fremden nehmen und den Rücken stärken, eine Gegenposition zu haben wenn man merkt, dass in der Umgebung sich Rassismus breit macht und offen zu Tage tritt.