Familienleistungen: Kinder und Familien gerecht fördern!

Zum aktuellen Vorschlag von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, den Kinderzuschlag zu erhöhen, erklärt Christiane Reckmann, Vorsitzende des Zukunftsforum Familie e.V.:
 
„Die Reform des Familienfördersystems ist seit Jahren überfällig. Am dringlichsten ist aus unserer Sicht die Förderung der ärmsten Kinder durch bedarfsgerechte Kinderregelsätze und eine Reform des Kinderzuschlags.
 
Deshalb begrüßen wir den Vorschlag von Bundesfamilienministerin Schwesig, gezielt den Kinderzuschlag für Geringverdiener/innen zu erhöhen, als ersten Schritt. Zusammen mit Wohngeld und Mindestlohn werden damit zahlreiche Familien aus dem stigmatisierenden Bezug von SGB II-Leistungen herausgeholt. Der Kinderzuschlag würde noch besser zur Armutsvermeidung beitragen, wenn er unbürokratisch gemeinsam mit dem Kindergeld ausgezahlt würde.
 
Als langfristiges Ziel fordert das ZFF im Rahmen des Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG den Ausbau des Kindergeldes zu einer Kindergrundsicherung in Höhe von aktuell 536 Euro. Um sie sozial gerecht auszugestalten, soll sie mit dem Grenzsteuersatz des elterlichen Einkommens versteuert werden. Damit wird jedem Kind, unabhängig von seiner sozialen Herkunft, gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht.“
 
Das ZFF wurde 2002 auf Initiative der Arbeiterwohlfahrt gegründet. Der familienpolitische Fachverband setzt sich für die Interessen von Familien ein und kämpft für soziale Gerechtigkeit in der Familienpolitik. Für das ZFF ist Familie dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, Sorge tragen und Zuwendung schenken. Neben Gliederungen der AWO sind dort unter anderem die Bundesvereinigung der Mütterzentren, der Progres­sive Eltern- und Erzieherverband (PEVNW) und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Elterninitiativkindergärten organisiert. Seit 2009 setzt sich das ZFF im Rahmen des Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG für eine Kindergrundsicherung in Höhe von 536 Euro ein. Weitere Informationen unter www.kinderarmut-hat-folgen.de.