Stadtbahn: Akzeptanz der Bürger ist wichtig

Sennestädter Ortsgepräch

Rund 80 Gäste konnte die SPD-Ortsvereinsvorsitzende und Ratsmitglied Brigitte Biermann jetzt beim „Ortsgespräch“ begrüßen, zu dem die SPD einmal im Jahr einlädt, einmal um sich bei den Inserenten und Verteilern der Stadtteilzeitung zu bedanken, aber auch, um Bürger, Vereine und Institutionen über aktuelle Entwicklungen zu informieren und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Bürgermeisterin Karin Schrader ging in ihrem Grußwort auf die schwierige finanzielle Situation der Stadt Bielefeld und die Verhandlungen mit den freien Trägern zu den Leistungsverträgen ein, während, Sennestadts Bezirksbürgermeisterin Elke Klemens über die Planungsfortschritte auf dem Schillinggelände berichtete. Ein weiteres Thema war die energetische Stadtsanierung. Dabei sollen besonders Eigentümer von Häusern und Wohnungen bewogen werden, ihre Häuser energetisch zu verbessern. Besonders interessierte die Anwesenden aber die Verlängerung der Stadtbahn nach Sennestadt. Eine Machbarkeitsstudie von MoBiel ergab eine realistische Perspektive für eine Stadtbahnlinie von Heepen bis Sennestadt. In der Realisierungsphase geht es nun auch um eine neue Ortseinfahrt ins Zentrum der Sennestadt. Vorab soll der Rückbau der Paderborner Straße erfolgen.

„Wichtig ist vor allem die Akzeptanz der Bürger“, sagte Klemens . Deshalb wird es am 27. April im Bielefelder Rathaus ein Bürgerforum geben mit Kurzvorträgen und Vorstellung der Ausbauplanung. In Werkstattwochen soll über Trassen, Stadtgestaltung und Alternativen wie etwa Hochbahnsteig oder Niederflurtechnik beraten werden. Die Zeit drängt: Nur bis 2019 fließen die Fördermittel. Elke Klemens sparte auch die Probleme des Stadtbezirks nicht aus: Wie stärken wir den Einzelhandel ? Was soll aus dem Gebäude der Adolf-Reichwein-Schule werden? Was geschieht mit der Comeniusschule, und wie schaffen wir genügend Kita-Plätze? All dies sind Fragen, mit denen sich die Politik in der nächsten Zeit auseinandersetzen muss.