Gesunder Energie-Mix mittelfristig sinnvoll

Seinen beruflichen Hintergrund konnte Matthias Platzeck nicht verbergen. Beim gestrigen Besuch der Gildemeister AG war der brandenburgische Ministerpräsident als studierter Diplomingenieur für biomedizinische Kybernetik und Umwelthygieniker sowie als ehemaliger Umweltminister des Energielandes Nummer zwei nach NRW schnell in Fachgespräche verwickelt.

Von Kathrin Dahnke, Vorstand Finanzen und Controlling beim erfolgreichen Maschinenbaukonzern, sowie von Lars Möllenhoff, Geschäftsführer der Cell-Strom GmbH, ließ sich der 58-jährige SPD-Spitzenpolitiker über die Produkte des an der Morsestraße ansässigen Unternehmens informieren.

Insbesondere der „Energy Solutions Park“ erregte dabei seine Aufmerksamkeit und natürlich der Elektro-Sportwagen, auf dessen Beifahrersitz Matthias Platzeck schließlich eine kleine Runde durchs Dalbker Industriegebiet drehte. Doch während der Tesla-Sportflitzer noch weit davon entfernt ist, automobile Massenware zu werden, sind die neuesten Gildemeister-Technologien zu Sonnen- und Windenergie, Photovoltaikanlagen und Großbatterien schon recht erfolgreich am Markt positioniert.

Kathrin Dahnke betonte, dass Gildemeister einen Schwerpunkt darin sieht, mit einem intelligenten Mix aus Erneuerbaren Energien und Großbatterien als Stromspeicher Energielösungen für Firmen anzubieten, gegebenenfalls auch Unabhängigkeit von öffentlichen Netzen. Gildemeister selbst will nach dem Ausbau seines „Energy Solutions Park“ im Herbst die Eigenversorgungsquote von 10 auf 15 Prozent hochschrauben.

Für Bielefelds SPD-Chef Marcus Lufen und Landtagswahlkandidatin Regina Kopp-Herr (Wahlkreis 93), die Matthias Platzeck begleiteten, sind der Ausbau der Elektromobilität und der Erneuerbaren Energien sowie die möglichst autarke Stromversorgung öffentlicher Gebäude spannende Zukunftsthemen für die Leineweberstadt. Der Besuch bei der Gildemeister AG war darum auch für sie von großem Interesse.