Die Bielefelder Landtagsabgeordneten Georg Fortmeier, Günter Garbrecht und Regina Kopp-Herr erklären zum Schulkonsens

Der gestern in Düsseldorf auf den Weg gebrachte und heute vom Parlament verabschiedete Schulkonsens sichert zwölf Jahre Schulfrieden in Nordrhein-Westfalen. Die neue Sekundarschule, die inhaltlich viele Aspekte des von uns verfolgten Gemeinschaftsschulmodells übernimmt, wird künftig für Kommunen die Gestaltung eines leistungsfähigen, qualifizierten und zukunftsorientierten Schulangebots ermöglichen, das kein Kind zurück lässt.

Die Neugestaltung von Schule in NRW wird auch Einfluss auf die Bielefelder Schulentwicklungsplanung haben. Auf der einen Seite werden die Bemühungen im Stadtbezirk Jöllenbeck für eine bisher sogenannte „Stadtteilschule“ neuen Schub und Unterstützung erfahren.

Auf der anderen Seite ist es ratsam, die Beschlussfassung auf der kommunalen Ebene zur Grundschulentwicklung zwischenzeitlich solange auszusetzen, bis der gefasste Schulkonsens dem Parlament in Gesetzesform vorliegt.

Insbesondere gilt hier der Hinweis auf die Formulierungen im Konsenspapier zur beabsichtigten Intensivierung von Teilstandorten, die unter Umständen dazu führen kann, dass kleine, wohnortnahe Grundschulstandorte erhalten bleiben können. Dies soll in Verbindung mit pädagogisch-innovativen Ansätzen geschehen, um den effektiven Mitteleinsatz sowie die Fachlichkeit auch in diesem Szenario zu gewährleisten. Der jahrgangsübergreifende Unterricht sowie eine schrittweise Herabsenkung der Klassenfrequenzrichtwerte auf 22,5 Schülerinnen und Schüler für die Grundschule werden explizit in den gemeinsamen Leitlinien des Schulpolitischen Konsenses angesprochen.

Der Schulkonsens bietet Potenzial für ein Schulgesetz, welches insbesondere die Bielefelder Situation entscheidend bereichern könnte. Deshalb gilt hier: Erst das Gesetz abwarten, dann in Bielefeld die richtigen Entscheidungen treffen.