Im Dialog bleiben

Am Donnerstagabend hatte die SPD-Landtagsabgeordnete Regina Kopp-Herr zu einer Informationsveranstaltung zur Revision des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) Leitungen und Träger von Kindertagesstätten eingeladen. Als Unterstützung aus der Politik war die SPD-Landtagsabgeordnete Angela Lück aus dem Wahlkreis Bünde gekommen, mit Fachkompetenz aus der Praxis ergänzten Walter Fette und Katrin Büker-Schmidt (als Moderatorin) vom Paritätischen Wohlfahrstverband das Podium. Neben einer kurzen Vorstellung der ersten Stufe der Revision, wurde mit den anwesenden Fachleuten aus der Praxis über Wünsche und Forderungen für das weiter Revisionsverfahren diskutiert.

In einer teils sehr lebhaften Diskussion wurde deutlich, dass sich die Träger insbesondere mehr Planungssicherheit und Qualität in der Kinderbildung und –betreuung, durch einen besseren Personalschlüssel, der mehr als Kinderverwahrung zulässt, wünschen. Dabei ging es den Anwesenden auch um das öffentliche Bild der Wertigkeit der Erzieherinnen und Erzieher, darum den Berufstand auch für junge Menschen wieder attraktiver zu machen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

In einem waren sich alle einig, es gibt noch viel zu tun – insbesondere da einige der Diskussionsteilnehmer alles andere als zufrieden damit waren, dass nach dem Städte- und Gemeindetag, bei dem die Kommunen sich aus der Finanzierung rausgezogen haben, einige wichtige Punkte für die Qualitätssicherung und U3 Förderung aus dem, dann eingebrachten 1.KiBiz-Änderungsgesetz gestrichen worden waren.

Sehr wichtig war für Regina Kopp-Herr der klar formulierte Wunsch, man möge sich mit der 2. Stufe der Revision lieber zwei, als nur ein, Jahre Zeit lassen, auch wenn dann länger mit einer schlechteren U3-Finanzierung gearbeitet werden müsste. Ein Zeitraum von zwei Jahren würde genügend Raum für die Kommunikation mit den Trägern und Verbänden bieten und so dass, ein vernünftiges Gesetz entsteht das langfristige Planungssicherheit auf allen Seiten bietet.
„Damit rennen sie bei mir offene Türen ein“, so Regina Kopp-Herr, „ich wünsche mir, dass wir auch im weiteren Revisionsprozess die Betroffenen zu Beteiligten machen und auf allen Ebenen in im Dialog bleiben. Wir brauchen die Stimmen aus der Praxis.“