Kinder, Kinder – und das Geld

Bielefeld (NW). Jannik trägt ihn, ebenso Christian, Maik und Jan-Philipp. Die 16- bis 18-Jährigen haben sich einen Button an den Pullover gepinnt: roter Hintergrund, dazu die Parole „Nicht Rüttgers Wählen“ als neues NRW-Kürzel. Die vier Schüler sind Jusos, also bei der Jugendorganisation der SPD. Natürlich sind sie deswegen für Hannelore Kraft als Ministerpräsidentin. Aber: Da gibt es ein Aber.

„Ehrlich gesagt, ich rechne mit einer großen Koalition“, sagt Jannik mit gesenkter Stimme. Seine Freunde nicken. Ihre Wunschkoalition ist das nicht. Aber eines wäre noch schlimmer für sie: Schwarz-Grün. „Dann wäre ich sehr enttäuscht von den Grünen“, sagt Jan-Philipp. Für die Jungs ist nämlich eines ganz wichtig: eine neue Schulpolitik, das Ende der frühen Trennung der Schüler nach Leistung.

Das ist auch das Hauptthema auf der Bühne, auf der sich zunächst die Kandidaten aus den OWL-Wahlbezirken vorstellen. Schule, Schule, Gemeinschaftsschule. Die will die SPD. Und Gebührenfreiheit von der Kita bis zur Uni. „Wir werden kein Kind mehr zurücklassen“, ruft die Spitzenkandidatin den gut 350 Zuhörern entgegen. „Das hört sich alles gut an“, sagen Sebastian Knake und Tristan.