Für das SPD-Trio gilt nur »alles oder nichts«

Westfalen Blatt, 15.04.2010

Bielefeld (bp). »Wir haben nichts zu verschenken«, betont Regina Kopp-Herr, die für die SPD im Wahlkreis 93 für den Landtag kandidiert. Zu Beginn der »heißen Wahlkampfphase« appelliert sie an die SPD-Wähler: »Geben Sie uns beide Stimmen.«

Mit ihr kandidieren in Bielefeld für die Sozialdemokraten Günter Garbrecht und Georg Fortmeier. Das Trio sagt: »Wir wollen jeden der drei Wahlkreise direkt holen. Es gilt alles oder nichts.« Kopp-Herr (Landeslistenplatz 25) und Fortmeier (Landeslistenplatz 124) sind »Frischlinge« im Landtagswahlkampf, Garbrecht (nicht auf der Liste abgesichert) gehört dem Landtag bereits seit 2000 an.
Geplant sei Wahlkampf auf den Wochenmärkten, mit Hausbesuchen und der Begegnung mit möglichst vielen potenziellen Wählern. Unterbezirksvorsitzende Helga Gießelmann sieht ein Kopf-an-Kopf-Rennen von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Herausforderin Hannelore Kraft: »Deshalb zählt jede Stimme.« Georg Fortmeier, dessen Wahlkreis Jöllenbeck und Dornberg und den Altkreis Halle umfasst, setzt auch auf Grillfeste: »Das kommt immer gut an und der Kontakt zu den Menschen ist schnell und unkompliziert hergestellt.« Weil Nordrhein-Westfalen nach Überzeugung der Sozialdemokraten »aufblühen« müsse, werden auch rote Rosen und Blumenzwiebeln verteilt, um Wählerstimmen zu erobern. Die Kandidaten unterstützen, aber auch eigene Akzente setzen wollen die Jusos. Sprecherin Alexandra Wend: »Wir wollen aufrütteln für ein NRW von morgen.« Zudem setzen die Sozialdemokraten auf den virtuellen Wahlkampf. Garbrecht: »Wir sind alle auf den einschlägigen sozialen Plattformen im Internet erreichbar.«
Helga Gießelmann sieht die SPD für den Wahlkampf »bestens gerüstet: »Auch dank der begleitenden Kampagnen.« Dass Polit-Prominenz auch aus Berlin nach Bielefeld komme, gebe zudem Rückenwind. Georg Fortmeier hat zudem eine besondere Mission: »Mein Wahlkreis war in der laufenden Legislaturperiode gar nicht in Düsseldorf mit einem Abgeordneten vertreten. Das muss anders werden.« Schwerpunkt aller Kandidaten: die Bildungspolitik. Damit das jeder mitbekommt, gibt es als kleine Wahlkampf-Geschenke Taschenrechner mit dem Slogan »Gute Bildung rechnet sich«.