Meine politischen Standpunkte

Warum kandidieren Sie für den Landtag?

Meine Neugierde, meine Freude am Engagement aber auch die Einsicht und die Absicht Zukunft mit zu gestalten, haben mich vor 6 Jahren in die Bezirksvertretung Brackwede geführt. 2009 wurde ich in den Rat der Stadt Bielefeld und zur Bezirksvorsteherin Brackwedes gewählt.

Zwischen Kommunal – und Landespolitik gibt es eine sehr enge Verzahnung. Aber auch meine persönlichen Erfahrungen in den Schulmitwirkungsgremien (1994-2009) und meine langjährige Tätigkeit als Mitarbeiterin in einer offenen Ganztagsgrundschule haben mich dazu gebracht für den Landtag zu kandidieren. Ich gehe diese Herausforderung mit großer Freude an, kann dabei mein Herz nicht „draußen“ lassen, habe aber natürlich auch meinen Verstand „im Gepäck“!

Was möchten Sie den Menschen in ihrem Wahlkreis sagen – oder anders gefragt, warum sollen die Menschen Sie wählen?

Wir, die Menschen sind die Gesellschaft. Wir haben es in der Hand Zukunft zu gestalten. Ich möchte überzeugen und begeistern von dem Weg der SPD in NRW . Als Beispiele: auf dem Weg zum längeren gemeinsamen Lernen, auf dem Weg zur Gebührenfreiheit von der Kita bis zur Hochschule, auf dem Weg zur gleichberechtigten Teilhabe aller am gesellschaftlichen Leben, auf dem Weg weg von „Privat vor Staat“ bei dem die Menschen die Verlierer sind!
Das wird nicht leicht, aber es lohnt sich diesen Weg zu gehen. Es ist meine tiefste Überzeugung, dass wir auf diesem Weg zu einer solidarischen Gesellschaft werden mit dem Motto: „Wir in NRW!“ Ich lade die Menschen ein, diesen Weg mit Ausdauer und langem Atem, aber auch mit Interesse und Freude gemeinsam zu gehen.

Was ist Ihr Schwerpunktthema?

Ganz klar, Bildung!!! Bildung ist ein Grundrecht! Bildung ist öffentliches Gut! Bildung umfasst das ganze Leben! Bildung ist nicht Wissen, sondern sie zeigt mir den Weg zum Wissen und ermöglicht mir dieses anzuwenden.

Bildung geschieht in vielen unterschiedlichen Bereichen. Neben den klassischen Bildungseinrichtungen wie Kita, Schule gehören Kinder- und Jugendverbände mit ihren Einrichtungen und Angeboten, aber auch Musikschulen, Bibliotheken, Sportvereine, Volkshochschulen nach meinem Verständnis zum Bildungsangebot.

Eine gute Bildung schützt nicht immer – und hier spreche ich aus eigener Erfahrung – vor schwierigen Lebenssituationen, aber sie hilft eindeutig nicht den Mut zu verlieren, Perspektiven zu entwickeln und in einer schwierigen Situation durch zu halten, und vielleicht auch etwas Neues zu beginnen.

Welche Themen liegen Ihnen noch am Herzen?

Integration, früher Zugang zur Bildung für Kinder aus Zuwanderungsfamilien, Willkommenskultur für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.

Gleichstellung von Frauen und Männern,ganz klar gleichwertige Lohn bei gleichwertiger Arbeit. Es kann nicht sein, dass 2010 die Frauen bei gleicher Qualifikation im Schnitt immer noch 23% weniger als ihre männlichen Kollegen verdienen.

Es hat für mich aber auch große Bedeutung, dass Familie und Beruf zu vereinbaren sind. Dazu brauchen wir genügend Ganztagsplätze in Kita und Schule. Wir sind da in Bielefeld schon recht gut aufgestellt, und arbeiten daran noch besser zu werden. Das Ziel ist für mich dann erreicht,wenn Frauen und Männer sich Erwerbs- und Familienarbeit gleichberechtigt teilen. Neben den Rahmenbedingungen brauchen wir aber auch das Bewußtsein für das Teilen von Familien – und Erwerbsarbeit.

Ökologie, das Einsparen von CO2 ist ganz wichtig, also Investitionen in den öffentlichen Personennahverkehr, aber auch die Investitionen in erneuerbare Energien, sind da unverzichtbar. Es gilt die Ökologie als Fortschrittsmotor für ein besseres Klima und für Arbeitsplätze im Industrieland NRW.

Statements:

Integration

Erfolgreiche Integration hängt für mich unmittelbar mit dem Thema Bildung zusammen. Je früher und intensiver Kinder aus Zuwanderungsfamilien Zugang zur Bildung erhalten, desto besser gelingt die Integration.
NRW hat eine Tradition als Einwanderungsland. Das war und ist Herausforderung und Chance zu gleich. Wir sind in NRW deshalb so bunt, vielfältig und lebendig, weil Menschen mit Zuwanderungsgeschichte willkommen sind!

Mein Traum: eines Tages ist Integration kein Thema mehr, sondern Normalität. Dazu will ich aktiv beitragen.

Ehrenamt

Johannes Rau hat einmal gesagt: „Das Ehrenamt ist der Kit, der unsere Gesellschaft zusammen hält.“
Ich weiß aus eigener Erfahrung wie bereichernd ein Ehrenamt für die eigene Entwicklung das eigene Leben ist. Ich bin froh und dankbar diese Erfahrungen mit den vielen ehrenamtlich tätigen Menschen, wo auch immer sie sich engagieren zu teilen. Ihr Beitrag ist mit Gold nicht zu bezahlen.