Fünf Projekte für Brackwede

So fordert Rot-Rot-Grün eine schnellstmögliche Umsetzung eines Hochbahnsteigs auf der Hauptstraße. „Es ist ein Unding, dass Menschen mit Mobilitätsproblemen hier nicht in die Stadtbahn einsteigen können“, so Hans-Werner Plaßmann (SPD). Außerdem soll das Radwegenetz in Brackwede ausgebaut werden. „Vor allem die Germanenstraße und die Cheruskerstraße sollen für Radfahrer sicherer werden“, fordert Karl-Ernst Stille (Grüne).

Für mehr Sicherheit, vor allem auf Schulwegen, soll eine Ausweitung der Tempo-30-Zonen sorgen. Besonders am Herzen liegt dem neuen Bündnis die Verbesserung der Aufenthaltsqualität in der Hauptstraße. „Man muss hier gemütlich einen Einkaufsbummel machen können“, so Marcus Lufen (SPD). Um das zu erreichen, soll der Durchgangsverkehr aus der Hauptstraße verdrängt und auf den Stadtring umgelenkt werden. 14 Prozent der Brackweder Bürger haben einen Migrationshintergrund. Diesen Menschen will Rot-Rot-Grün künftig mehr Beteiligungsmöglichkeiten an kommunalpolitischen Entscheidungen bieten.

Eine erste Reaktion auf das rot-rot-grüne Bündnis kam gestern vom noch amtierenden Bezirksvorsteher Siegfried Kienitz. „Ich hoffe nur, dass es in der Bezirksvertretung jetzt nicht zu ideologischen Grabenkämpfen kommt“, warnt der beliebte Politiker „die Heißsporne in beiden Lagern“. Oberste Priorität müsse auch künftig das Brackweder Allgemeinwohl haben.