Pressespiegel:

  • 12. April 2012

Zum ersten Mal in Bielefeld

LANDTAGSWAHL: Die stellvertretende SPD-Parteivorsitzende Manuela Schwesig besucht den Sport- und Lernpark Heeper Fichten

Der Frank Steinmeier würde sich freuen, wenn sie ihm davon erzähle. Manuela Schwesig, stellvertretende SPD-Vorsitzende und Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales des Landes Mecklenburg-Vorpommern, will im NRW-Wahlkampf „vor Ort sein, nah bei den Menschen“. Dafür hat sie extra ihren Osterurlaub unterbrochen. Gestern war der Sport- und Lernpark Heeper Fichten an der Reihe. „Wow“, kurz und knapp ihr Eindruck der Anlage, finanziert durch Fördermittel des Konjunkturpakets II – dessen Architekt eben Steinmeier war.


Eineinhalb Stunden nahm sich die 37-Jährige für die Bielefelder, unter ihnen die SPD- Landtagskandidaten Regina Kopp-Herr, Georg Fortmeier und Günter Garbrecht sowie Bürgermeisterin Karin Schrader und Holger Vetter und Dr. Rolf Engels von TuS Ost. Das integrative Konzept des Sport- und Lernparks, Angebote für Kinder und Jugendliche zu verzahnen, überzeugte die Ministerin. „Wir müssen in jedem Kind Stärken sehen, dürfen keines zurücklassen.“


Und gerade über den Breitensport könne man laut Schwesig die Kinder und Jugendlichen am besten erreichen. „Es geht darum, dass sie Teilhabe haben, jeder Euro ist in diesem Projekt gut angelegt.“


Aber es reiche heute nicht mehr, nur die Kinder „abzuholen“, sondern auch die Eltern. „Vor allem die, die nicht arbeiten.“ Das gelinge aber nicht über Anträge, sondern Angebote.


Schwesig äußerte sich während ihres Bielefelds-Besuchs, „mein erster überhaupt“, auch zu aktuellen Wahlkampf-Themen. Scharfe Kritik übte sie am Betreuungsgeld, spricht von einer „Fernhalteprämie“. Stattdessen solle das Geld lieber in den Kita-Ausbau gesteckt werden.


Bis zu 150 Euro pro Monat will Familienministerin Kristina Schröder (CDU) ab 2013 an Eltern zahlen, die ihre Kinder zu Hause betreuen. Schwesig: „Dabei ist gerade die Kita ein Ort, über den die Kinder eine Verbindung zum Sport aufbauen.“ Es brauche eben ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen. „Man muss früh investieren, um später nicht reparieren zu müssen.“ Auch in 24-Stunden-Kitas, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern.