Pressemitteilung:

  • Düsseldorf, 08. Mai 2012

Hebammenarbeit bleibt unverzichtbar!

Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Heike Gebhard, erklärt zum Internationalen Hebammentag:
„Hebammen und Entbindungspfleger leisten vor, während und nach der Geburt einen unerlässlichen Beitrag bei der Betreuung und Beratung der Eltern. Innerhalb eines vielfältigen Versorgungsangebotes beraten, betreuen und begleiten sie Eltern und Kind während Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit. Dennoch ist ihre Tätigkeit enorm unterbewertet, sie haben nicht die Akzeptanz, die sie verdienen.
Außerdem ist die Einkommenssituation der freiberuflichen Hebammen/Entbindungspfleger zunehmend äußerst kritisch.

So wird die Haftpflichtprämie für die Geburtshilfe, die Hebammen/Entbindungspfleger entrichten müssen, in diesem Sommer auf 4242€ steigen. Bei einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 14.000€ ist ein ausreichendes Einkommen für viele Freiberufler damit nicht mehr gesichert. Deshalb steigen viele um, denn wer nur Vor- und Nachsorge betreibt, zahlt deutlich geringere Beiträge - laut Berufsverband betreut nur noch jede vierte Hebamme Geburten.

Die rot-grüne Landesregierung hat 2011 mit der Anpassung der Hebammengebührenordnung NRW die wenigen Optionen des Landes zur Verbesserung der finanziellen Situation der Hebammen genutzt.

Die Kostenentwicklung darf nicht zur Existenzbedrohung für Hebammen werden. Die Folge wären auch Engpässe bei der Versorgung schwangerer Frauen und Mütter.
Wir fordern die Bundesregierung auf, Strukturen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die es Hebammen ermöglichen in Zukunft qualifiziert und hochwertig arbeiten zu können. Wir fordern eine gerechte Bezahlung für geleistete Arbeit.“