Pressespiegel:

  • Bielefeld, 05. Mai 2012
05. Mai, das Westfalenblatt berichtet

Matthias Platzeck besucht Gildemeister

Ministerpräsident informiert sich mit Landtagskandidatin Regina Kopp-Herr über Solartechnik

Der Ausbau regenerativer Energien ist ein Thema, mit dem sich auch Regina Kopp-Herr auseinandersetzt. Am Freitag hat die SPD-Landtagskandidatin den Werkzeugmaschinen-Hersteller Gildemeister und dessen Energy Solutions Park besucht. Mit dabei war auch Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD).

Der 58-Jährige, der in Brandenburg seit zehn Jahren an der Spitze der Landesregierung steht, zeigte sich beeindruckt von den Anstrengungen, die Gildemeister unternimmt, um im Solar- und Windkraftanlagenmarkt weiter Boden gutzumachen. Gildemeister-Finanzvorstand Kathrin Dahnke erklärte den SPD-Politikern, dass der Markt für Solaranlagen seit dem Verfall der Modulpreise nicht mehr so attraktiv sei. »Wir setzen nun mehr auf Firmen, statt auf Investoren«, sagte Dahnke, die die Lösung der deutschen Energieprobleme in einem Energiemix, statt in der Fokussierung auf rein regenerative Energien sieht.

Platzeck, der als Diplom-Ingenieur und ehemaliger Umweltminister Brandenburgs sowohl Sachkenntnis als auch viele Fragen mitbrachte, pflichtete ihr bei. Er glaube auch, dass Deutschland einen Energiemix benötige. »Wir brauchen in Deutschland bezahlbare Energie«, sagte er. Deshalb setze Brandenburg neben dem Ausbau von Windkraftanlagen, deren Zahl in dem ostdeutschen Bundesland von 3000 auf 6000 Anlagen wachsen soll, weiterhin auf den Braunkohletagebau.

Im Energy Solutions Park ließ sich Platzeck die zwei Solaranlagen zeigen, für die Gildemeister das Nachführsystem produziert, das die Solarmodule im Tagesverlauf zur Sonne ausrichtet, sowie eine Windkraftanlage mit Technologie aus dem Hause Gildemeister. Kathrin Dahnke erläuterte, dass das Bielefelder Unternehmen diese Technologien am Standort Morsestraße, wie berichtet, weiter ausbauen und künftig 15 Prozent seines Energiebedarfs damit abdecken will. Mittlerweile würden immer mehr Firmen das Energieproblem erkennen und auf mehr Unabhängigkeit von den steigenden Strompreisen setzen. Für Gildemeister sei das eine Chance.

SPD-Ratsmitglied Marcus Lufen wies auf das energiepolitische Konzept der SPD hin. Die Stadt sei bereits beauftragt, die Installation solcher Anlagen in Bielefeld zu prüfen - zum Beispiel auf oder an Schulen. »Für die SPD ist es daher spannend, mit Gildemeister ins Gespräch zu kommen«, sagte Lufen. Regina Kopp-Herr ergänzte: »Wenn man die Energiekosten der Schulen auf lange Sicht dagegen rechnet, kann sich eine solche Investition lohnen.«