Pressespiegel:

  • Bielefeld, 06. Mai 2012
05./06. Mai, die Neue Westfälische berichtet

Darf das Land Arminia helfen?

LANDTAGSWAHL: NW fragt – Kandidaten antworten
Landesmittel fließen nicht nur, wenn neue Sportanlagen in der Stadt gebaut werden. Der DSC Arminia, der am Samstag das letzte Spiel der Drittliga-Saison absolviert, hat seine Lizenz nur erhalten, weil der Verein mit Hilfe einer Landesbürgschaft die Kredite für den Ausbau des Stadions absichern konnte.

Die Landtagskandidaten haben daher den Satz „Dass Arminia Bielefeld auch mit einer Landesbürgschaft die Insolvenz abwenden konnte, ist für Sie . . .“ ergänzt und damit ihre Position zum Profisport und zur Bedeutung des Fußballs in Bielefeld deutlich gemacht.

Die Kandidaten bewerben sich in den Wahlkreisen 92 (Mitte, Gadderbaum, Schildesche), 93 (Brackwede, Senne, Sennestadt, Stieghorst, Heepen) sowie 94 (Dornberg, Jöllenbeck, Altkreis Halle).

Der Vergleich der Antworten macht deutlich, dass es offenbar in fast allen Parteien Fußballfans gibt, die bereit sind, ihren Heimatverein zu unterstützen.

Die Bedenken sind vor allem ordnungspolitischer Art: Öffentliche Mittel für hochbezahlte Kicker aufzuwenden, das stimmt viele Politiker nachdenklich.

Landesbürgschaften für Wirtschaftbetriebe in der Krise, gleich ob Sportvereine oder Metallunternehmen, das sehen die einen als sinnvolles Instrument, andere als unangebrachte Subvention.


Für Günter Garbrecht (WK 92) ist die Bürgschaft „ der Beweis, dass nach Gildemeister und Droop & Rein auch der Profisport von diesem tauglichen Instrument profitieren konnte. Eine Chance, die die Beschäftigten bei Schlecker auch verdient hätten.“


„ . . . über den Fußball hinaus gut investiertes Geld in einen breit aufgestellten Sportverein mit guter Jugendarbeit“, ergänzt Regina Kopp-Herr (WK 93) den Satz.


Für Georg Fortmeier (WK 94) handelt es sich um „eine kommunale Wirtschaftsförderung durch das Land NRW.“